Stammtisch 2017-05

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26.05.2017 - 20:00 Uhr, PRAXIS-Stammtisch bei Uwe, Schwenningen

Anwesende

  • Giorgio
  • Rolf (heute ohne Erich :-D )
  • Klaus
  • Kurt (neu)
  • Veit (neu)
  • Ulf
  • Uwe


Themen

  • Rolf bringt einen alten Notebook-Akku mit und fragt, ob man den sinnvoll und preiswert recyceln kann. Dazu müsste er das verklebte oder verschweißte Gehäuse mehr oder weniger gewaltsam öffnen und die einzelnen Zellen austauschen, die defekt sind. LiIon basierte Akkus neigen bei höheren Temperaturen, voller Ladung und/oder weiteren Einflüssen wie insbesondere mechanischen Beschädigungen zu "Thermisches Durchgehen (= 'Thermal Runaway')". Deshalb auf keinen Fall LiIon Akkupacks öffnen oder vor oder an der Schutzbeschaltung manipulieren. (ACHTUNG! Lebensgefahr!). Alternativ schlägt Ulf vor das bei einem dafür spezialisierten Wiederaufbereitungsbetrieb machen zu lassen, was aber wegen der Kosten-Nutzen-Rechnung vermutlich darauf hinausläuft einen Akku für +90,- EUR zu kaufen. Einige berichte wurden im Heimwerkerforum gesammelt.
  • Kurt und Veit kommen mit speziellen Fragen zu einem Webshop, den Sie u. U. auch auf einem Raspberry Pi laufen lassen möchten. Neben Problemen mit der Konnektivität (nslookup funktioniert, ping nicht), gestaltet sich ihr Vorhaben auch insofern als schwierig, als dass sie beide nicht in Perl oder PHP programmieren können. Sie bevorzugen dennoch eine auf Perl (cgi-bin) basierende Lösung, da sie sich mit Perl bereits näher befasst haben und einen auf PHP basierenden Ansatz nicht weiter verfolgen.
    • Hier taucht dann beiläufig auch die Frage auf, wie performant eine auf einem Raspberry Pi laufende Anwendung überhaupt ist und wie sinnvoll dies ist. Uwe kann aus seinen bisherigen Erfahrungen hier zumindest die Aussage treffen, dass z. B. eine Weblösung für kleine Arbeitsgruppen, wie einem firmeninternen Informationssystem (Intranet) durchaus auch auf einem Raspberry Pi realisierbar ist. Größere Installationen und auch hohe Nutzerzahlen erfordern allerdings sehr viel performantere Lösungen.

Raspberry Pi

  • Ein günstiges Angebot gibt es derzeit bei Reichelt, das den Einstieg in die Welt des Einplatinenrechners stark vereinfacht. Das hier vorgestellte "Bundle" bringt alles mit, was man für den erfolgreichen Start benötigt.

Raspberry Pi - eine "Wundertüte" im Scheckkartenformat

  • Projekt "Temperaturmessung" mit 1-wire und dem DS1820 / DS1822 Anleitung 1. Teil, Anleitung 2. Teil, Anleitung 3. Teil
  • Projekt "Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessung" mit DHT22 Luftfeuchtigkeits-Sensor
  • Projekt "Media-Center": OSMC (oder auch Kodi) bieten komplette Images an, die schlüssig und sinnvoll aufgebaut sind und die auch von weniger versierten Anwendern relativ leicht zu betreiben sind. Klaus interessiert sich ganz besonders für diese Art der Verwendung eines RPi. Ihn interessiert vor allem, ob man sowohl den analogen, als auch den digitalen Soundausgang über HDMI gleichzeitig verwenden kann. Uwe hat wie immer keine große Ahnung und muss selber nachschauen. Und in der Tat: unter "Einstellungen | System | Audio" kann man "analog", "HDMI" oder "analog & HDMI" auswählen.
  • Projekt "Website mit Joomla! am RPi": Wie oben bereits erwähnt, kann man auch dies auf einem RPi realisieren. Für eine Anwendung als z. B. "stiller Pförtner", als Informationssystem in geschlossenen Netzwerken mit geringen Nutzerzahlen sicherlich ein kostengünstiges und probates Mittel um z. B. den Speiseplan der örtlichen Kantine im Intranet zu veröffentlichen, Fahrgastinformationen darzustellen oder Unternehmensnachrichten anstelle des analogen "schwarzen Brettes" zu publizieren.
    • Man benötigt neben einem RPi mit z. B. Raspbian, Apache mit allen dazugehörigen Erweiterungen für die folgenden Pakete: PHP, Perl und MySQL und natürlich auch diese Pakete selbst. Es ist also eine recht umfangreiche aber auch mächtige Installation, die für Anfänger eventuell schon ein wenig zu anspruchsvoll ausfallen könnte. Sie ist aber nachweislich auch auf einem RPi lauffähig - Uwe hat ein entsprechendes System vorgeführt.
    • Alternativ kann der wesentlich schlankere lighttpd verwendet werden, der bei vielen Installationen bereits vorinstalliert ist, jedoch von Joomla! nicht unterstützt wird. Im Gegensatz zu Joomla!, das ein komplettes CMS ist, ist lighttpd lediglich ein Webserver und damit bestenfalls ein Ersatz für Apache.
  • Projekt "Samba 4 Active Directory on RPi" angelehnt an die Anleitung von Kai Mildner.
    • Die Anleitung ist schon etwas älter und basiert auf der selbst kompilierten Version von Samba 4. Inzwischen kann man bei Debian 8 "Jessie" auch Debian-Pakete in den Repositories finden, was die Installation und Pflege (Aktualisierung) zwar im Wesentlichen vereinfacht, aber gewisse Module und Komponenten wie z. B. krb5, bind9 oder SSL nicht mitbringt, die manuell nachinstalliert werden müssen. Dieses Projekt ist also was für fortgeschrittene Benutzer. Uwe hat aber das Problem, dass bei der Einrichtung an einer Stelle der Domänenname eingetragen werden muss, den man zwingend mit Großbuchstaben zu schreiben hat. Als eingefleischter Linuxer fällt ihm das aber offenbar so schwer, dass er es schon dreimal vergeigt hat. Better luck next time, dude.



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