Little RPi-PresentationDay

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Am Pfingstmontag, den 5. Juni 2017 von 16:30 bis kurz vor 20:00 Uhr fand in den Privaträumen von Uwe S. in Schwenningen ein "Little Raspberry Pi Presentation Day" statt. Dort wurden den insgesamt acht Teilnehmern die Projekte vorgestellt, die bereits am Praxis-Stammtisch 5/2017 gezeigt wurden. Plus ein Projekt einer Realschülerin, die mit einer "Ampel-Schaltung" ein Prüfungsthema realisiert hatte und zu recht dafür gut benotet wurde.

Anwesende

  • Bernd
  • Rudi
  • Klaus
  • Andreas W. (neu)
  • Fabienne W. (neu)
  • Tim Felix W. (neu)
  • Max
  • Volker
  • Uwe

Raspberry Pi

  • Ein günstiges Angebot gibt es derzeit bei Reichelt, das den Einstieg in die Welt des Einplatinenrechners stark vereinfacht. Das hier vorgestellte "Bundle" bringt alles mit, was man für den erfolgreichen Start benötigt.

Raspberry Pi - eine "Wundertüte" im Scheckkartenformat

  • Projekt "Ampel-Schaltung" von Fabienne W. Die junge Dame hat die anwesenden Experten und ambitionierten Laien nachhaltig beeindruckt mit einer Prüfungsarbeit für ihren Realschulabschluss. Ein RPi steuert dabei vier Ampeln in Reihe. Das Projekt besteht eigentlich aus zwei Teilen: a) die Steuerungsplatine auf der auch der RPi montiert ist, nebst 12 Leuchtdioden, Widerständen und jeder Menge Kabel, die alle fein sauber und akkurat vom Vater Andreas W. zusammen gelötet waren. Dazu hätte noch b) eine Platte mit einer aufgezeichneten Straßenkreuzung gehört, die aber leider in der Schule lag. Trotzdem war die Vorführung imposant, als Fabienne ihr in Python geschriebenes Steuerungsprogramm gestartet hatte, das sie übrigens über eine mitgebrachte Funktastatur aufrufen konnte. Max hat ihr dann noch geholfen, dass das Programm automatisch startet, sobald der RPi hochgefahren ist. So braucht sie nicht mal mehr einen Monitor anschließen, sondern kann einfach nur das Steckernetzteil anstecken. Alle Ampeln werden sowohl auf dem Steuerboard (zur Kontrolle) angesteuert und blinken abwechselnd rot, gelb und grün, als auch auf dem leider nicht mitgebrachten Teil an vier aufgebrachten Ampeln. Trotzdem war diese Präsentation das Highlight des Nachmittags!
  • Projekt "Temperaturmessung" mit 1-wire und dem DS1820 / DS1822 Anleitung 1. Teil, Anleitung 2. Teil, Anleitung 3. Teil
  • Projekt "Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessung" mit DHT22 Luftfeuchtigkeits-Sensor
  • Projekt "Media-Center": OSMC (oder auch Kodi) bieten komplette Images an, die schlüssig und sinnvoll aufgebaut sind und die auch von weniger versierten Anwendern relativ leicht zu betreiben sind. Klaus interessiert sich ganz besonders für diese Art der Verwendung eines RPi. Ihn interessiert vor allem, ob man sowohl den analogen, als auch den digitalen Soundausgang über HDMI gleichzeitig verwenden kann. Uwe hat wie immer keine große Ahnung und muss selber nachschauen. Und in der Tat: unter "Einstellungen | System | Audio" kann man "analog", "HDMI" oder "analog & HDMI" auswählen. Inzwischen hat Klaus seinen RPi mit OSMC im dritten Anlauf erfolgreich "betanken" können und mitgebracht, aber irgendwie läuft es nicht rund. Uwe stellt fest, dass die verwendete SD-Karte 'Class 4' eingestuft ist und somit vermutlich der "Flaschenhals" der die Installation instabil und zäh macht. Er empfiehlt eine Class 10 Karte zu verwenden und hat testweise auch gleich eine zur Hand, die er geschwind mit OSMC füllt und die sich ohne große Überredungskünste in Betrieb nehmen lässt.
  • Projekt "Website mit Joomla! am RPi": Das kann man auch auf einem RPi realisieren. Für eine Anwendung als z. B. "stiller Pförtner", als Informationssystem in geschlossenen Netzwerken mit geringen Nutzerzahlen sicherlich ein kostengünstiges und probates Mittel um z. B. den Speiseplan der örtlichen Kantine im Intranet zu veröffentlichen, Fahrgastinformationen darzustellen oder Unternehmensnachrichten anstelle des analogen "schwarzen Brettes" zu publizieren.
    • Man benötigt neben einem RPi mit z. B. Raspbian, Apache mit allen dazugehörigen Erweiterungen für die folgenden Pakete: PHP, Perl und MySQL und natürlich auch diese Pakete selbst. Es ist also eine recht umfangreiche aber auch mächtige Installation, die für Anfänger eventuell schon ein wenig zu anspruchsvoll ausfallen könnte. Sie ist aber nachweislich auch auf einem RPi lauffähig - Uwe hat ein entsprechendes System vorgeführt.
    • Alternativ kann der wesentlich schlankere lighttpd verwendet werden, der bei vielen Installationen bereits vorinstalliert ist, jedoch von Joomla! nicht unterstützt wird. Im Gegensatz zu Joomla!, das ein komplettes CMS ist, ist lighttpd lediglich ein Webserver und damit bestenfalls ein Ersatz für Apache.
  • Projekt "Samba 4 Active Directory on RPi" angelehnt an die Anleitung von Kai Mildner.
    • Die Anleitung ist schon etwas älter und basiert auf der selbst kompilierten Version von Samba 4. Inzwischen kann man bei Debian 8 "Jessie" auch Debian-Pakete in den Repositories finden, was die Installation und Pflege (Aktualisierung) zwar im Wesentlichen vereinfacht, aber gewisse Module und Komponenten wie z. B. krb5, bind9 oder SSL nicht mitbringt, die manuell nachinstalliert werden müssen. Dieses Projekt ist also was für fortgeschrittene Benutzer. Uwe hat aber das Problem, dass bei der Einrichtung an einer Stelle der Domänenname eingetragen werden muss, den man zwingend mit Großbuchstaben zu schreiben hat. Als eingefleischter Linuxer fällt ihm das aber offenbar so schwer, dass er es schon dreimal vergeigt hat. Inzwischen ist die Installation ein weiteres Mal durchgeführt und an der "Stolperstelle" diesmal sauber und korrekt konfiguriert worden. Aber jetzt läuft der erforderliche DNS-Dienst nicht korrekt und muss noch erfolgreich in Betrieb genommen werden. Das ist eine Aufgabe für eines der kommenden verregneten Wochenenden.